Würzburger FV U17/1: SV Viktoria Aschaffenburg

Das Heimspiel am Sonntagnachmittag in der Mainau stand unter dem Motto „Vom Winde verweht“. Da aber beide Mannschaften mit den äußeren Bedingungen leben mußten, soll das keine Entschuldigung für die 2:4 Heimniederlage der  Blauen sein. Aber der Reihe nach:

In der ersten Halbzeit spielten die Jungs von Coach Giuseppe Livadoti mit dem Wind und begannen extrem stark. Die Paßkombinationen waren sehr schön anzusehen, zudem brachten Sie die Gäste immer wieder in Verlegenheit. Am Ende einer dieser Kombinationen wußte sich die Viktoria nur mit einem Foul in der 6. Minute zu helfen. Den Freistoß aus gut 25 Meter zirkelte Simon Schäffer gekonnt über die Mauer und ließ dem Gästekeeper keine Chance. So konnte es weiter gehen, ging es aber erstmal nicht, da der Sekundenzeiger nicht ganz zwei Umdrehungen geschafft hatte und ein vom Wind unberechenbar „gestoppter“ Ball nicht aus der Gefahrenzone geklärt werden konnte und schon stand es 1:1.

Kopf in den Sand stecken, war aber nicht angesagt und schon ging es wieder in Richtung des Gästetors. Eine hundertprozentige Chance in der 13. Minute wurde noch liegen gelassen, eine Freistoßflanke in der 16. Minute wurde durch Jonas Ackermann gut verarbeitet und direkt aus der Drehung zum 2:1 vollendet. Nun war die Möglichkeit die Partie endgültig in die richtige Richtung zu lenken, da die Aschaffenburger aufgrund der hohen Laufbereitschaft und des sehr guten zustellen des Raumes durch den Heimmannschaft keinen Zugriff auf das Spiel bekam. Leider konnte aber der WFV bis zur Pause hier nichts mehr nachlegen, was sich dann im zweiten Abschnitt rächen sollte.

Die ersten 10 Minuten der zweite Hälfte hatten die Mainau-Jungs noch alles im Griff, bis eine Freistoßflanke in den Strafraum geschlagen wurde, der Ball nicht geklärt werden konnte und  nach einem Pressschlag im hohen Bogen über den WFV Torhüter sich unhaltbar ins Tor senkte. Aus dem Nichts der Ausgleich. Und das war noch nicht das Ende, keine 5 Minuten später, wurde ein Ball dem Wind zum Opfer und von den Aschaffenburgern mit einer schnellen Umschaltbewegung mit Überzahl auf die Abwehrreihe des WFV zugetrieben. Den angestrebten finalen Pass konnte noch mit vereinten Kräften abgewehrt werden, beim Nachschuss war dann die Innenverteidiger samt Torhüter machtlos. 2:3 aus Sicht der Heimmannschaft, nicht unbedingt dem Spiel bis dahin entsprechend. Nun versuchte der WFV zum Ausgleich zu kommen, mit Kurzpassspiel, mit langen Pässen und ab und an auch mit Flügelangriffen. So richtig gefährlich wurde es aber nicht. Die Zeit lief langsam davon und Aschaffenburg blieb durch Konter und vom Wind unterstützten langen Bällen gefährlich. Trotz der mittlerweile sehr offensiven Taktik wurden die Angriffe der Gäste gut verteidigt und so blieb es ein Spiel auf Messers Schneide. Als in der letzten Spielminute ein langer Pass den WFV Keeper in einen Zweikampf mit einem Gästespieler zwang, entschied der sehr gut leitende Schiedsrichter zu Recht auf Elfmeter, der dann auch zum 2:4 verwandelt wurde, was auch das Endergebnis darstellte.

Eine Niederlage, die unter dem Strich nicht hätte sein müssen. Eine zur Vorwoche, gerade in der ersten Halbzeit aufsteigende Form – jetzt gilt es nächste Woche in Bamberg die ersten Punkte im Kalenderjahr 2019 zu holen.

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drei × eins =