WFV trotzt Regionalliga-Absteiger Amberg ein Remis ab

Der Würzburger FV hat gegen den Regionalliga-Absteiger aus Amberg einen Achtungserfolg erzielt. Bei der Nullnummer vor über 400 Zuschauern waren die Zellerauer nach der Pause sogar näher am Siegtreffer dran als die Gäste. „Riesenkompliment an mein Team. Gegen diese Topmannschaft war das nicht einfach“, sagte WFV-Coach Marc Reitmaier. „Die erste Hälfte war ausgeglichen, in der zweiten Hälfte hatten wir mehr vom Spiel.“

Gleich in den ersten Minuten hatte der WFV die Oberpfälzer unter Druck gesetzt: Beim Schuss von Christian Steinmetz schob sich in letzter Sekunde ein Amberger Abwehrbein zwischen Ball und Aluminium (3.). In der Folge übernahmen die Amberger allmählich die Kontrolle über das Geschehen, ohne wirklich Gefahr auszustrahlen. Für die erste FCA-Torgelegenheit bedurfte es dann auch eines Fehlpasses im Aufbauspiel der Heimelf: Gäste-Stürmer Michael Dietl stand plötzlich frei vor Andre Koob; der WFV-Keeper parierte glänzend (25.).
Sichere Abwehrreihen
Beide Teams standen hinten sicher und gingen bei schweißtreibenden Temperaturen erst einmal weder hohes Tempo, noch riskierten sie allzu viel. Dass das Spiel trotzdem ansehnlich war, lag nicht zuletzt an der Reitmaier-Elf: Steinmetz organisierte die WFV-Defensive gewohnt umsichtig, der fleißige Adrian Istrefi stand vorne wie hinten als Anspielstation bereit. Mit zunehmender Spieldauer setzte die Heimelf auch vermehrt offensive Akzente. Die beste WFV-Chance des Spiels bis dahin bot sich in der 34. Minute Patrick Hofmann, der nach schöner Vorarbeit von Daniel Mache im Strafraum frei zum Schuss kam. Wieder verhinderte ein Amberger Abwehrbein in letzter Sekunde den Torschrei der Zellerauer.

Im zweiten Abschnitt hatten die Zellerauer nach insgesamt ausgeglichener erster Hälfte mehr Spielanteile. Istrefi, der das Duell der Spielmacher gegen den Amberger Marco Wiedmann eindeutig für sich entschied, steckte in der 52. Minute schön auf Patrick Hofmann durch – ein Amberger Defensivspieler spitzelte dem Stürmer gerade noch den Ball vom Fuß. Die Vilsstädter kamen nun nur noch über Standards zu Torgelegenheiten, etwa bei einem schönen Freistoß von Wiedmann (58.).

Dans gefährlicher Kopfball
Nach einer Hofmann-Flanke von rechts hatte schließlich der angeschlagen eingewechselte Cristian Alexandru Dan in der 80. Minute noch die große Chance, das Spiel für die Blau-Weißen zu entscheiden: Seinen Kopfball fischte Gäste-Keeper Matthias Götz allerdings aus der Ecke, weshalb es beim torlosen Remis blieb.

Für WFV-Verteidiger Andreas Ganzinger war das Unentschieden hochverdient: „Wir haben gegen einen schweren Gegner das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. In der zweiten Hälfte hätten wir mit etwas Glück auch gewinnen können.“ Etwas anders hatte Gäste-Trainer Günter Brandl die Partie gesehen: „Wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert, auch bei den Torchancen hatten wir ein Plus. Dass der WFV nicht so einfach zu schlagen ist, wussten wir schon vor der Begegnung.“

Die Statistik des Spiels
Würzburger FV FC Amberg 0:0

Würzburg: Koob – Ganzinger, Steinmetz, Drösler, Schömig – Mache (75. Dan), Dees (78. Lorenz), Götz, Istrefi, Schmidt (90. Tahir) – Hofmann.

Amberg: Götz – Gömmel (80. Popp), Fischer, Kühnlein, Gallo – Knorr, Wiedmann, Ceesay, Sirgedas (83. Karzmarczyk), Seitz (90. Keilholz) – Dietl.

Schiedsrichter: Hofmann (Heroldsbach). Zuschauer: 440.

Quelle Text: MAINPOST, Jörg Rieger

Quelle Bild: Heiko Becker

Würzburgs Adrian Istrefi (rechts) kommt vor Ambergs Marco Wiedmann an den Ball. Foto: Heiko Becker

Würzburgs Adrian Istrefi (rechts) kommt vor Ambergs Marco Wiedmann an den Ball. Foto: Heiko Becker

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