MainPost Bericht 31.07.2016

Bayernliga Nord SpVgg SV Weiden – Würzburger FV 1:3 (0:1)

Anhand eines einzigen Spielvergleiches lässt sich die Entwicklung des Würzburger FV sicher nicht demonstrieren. Und doch sprechen die unterschiedlichen Ergebnisse der beiden Juli-Auswärtsspiele in Weiden binnen eines Jahres Bände. Während der WFV in der vergangenen Saison – seinerzeit war es der Ligaauftakt – mit 0:3 unterlag, gewann er diesmal beim einstigen Regionalligisten mit 3:1. Auf der Trainerbank sitzt mit Marc Reitmaier längst ein anderes Gesicht – und aus der Startelf von vor einem Jahr ist nur noch ein Quartett übrig geblieben, von dem zwei Akteure im vierten Match der neuen Saison den Unterschied gemacht haben: Patrick Hofmann (24 Jahre) und Adrian Istrefi (23).

„Die Mannschaft hat als Ganzes die Vorgaben prima umgesetzt und sich diesen Auswärtssieg redlich verdient“, lobte Reitmaier, dessen Team zunächst ohne Co-Trainer Daniel Mache aufgelaufen war. Hofmann und Lars Schmidt sollten den Gegner mit hohem Tempo auf den Außenbahnen unter Druck setzen. Der Plan ging auf. Nach einer Abtastphase nahm das Match an Fahrt auf. Hofmann legte gekonnt für Istrefi auf, der zur 1:0-Führung für die Gäste abschloss (27.

). Weidens bekannter Trainer Tomáš Galásek reagierte und nahm den überforderten Hofmann-Bewacher vom Feld. Doch auch sein Nachfolger konnte den flinken WFV-Spieler nicht stoppen.

Die Oberpfälzer kamen kurz nach dem Seitenwechsel durch den jungen Stürmer Marco Kießling zwar zum 1:1-Ausgleich (47.). In der Folge war die Entwicklung des WFV-Teams aber vielleicht am deutlichsten zu erkennen. Im letzten Jahr hätten sich die Zellerauer vermutlich auch noch den zweiten Gegentreffer gefangen, um das Spiel schließlich zu verlieren. Diesmal kam es anders, auch weil Hofmann bereits drei Minuten nach dem Ausgleichstreffer seinen Sahnetag krönte. Der 24-Jährige leitete seinen eigenen Treffer ein, suchte Dan in der Spitze, der auf ihn zurücklegte. Hofmann ließ nun mehrere Weidener wie Statisten aussehen und traf (50.). Istrefi legte wenig später nach einem Zuspiel von Hofmann – wem sonst? – das 3:1 nach (53.).

Die Weidener rannten nun mit dem Mute der Verzweiflung an, doch viel mehr als ein Pfostentreffer des eingewechselten Christoph Hegenbart sprang nicht heraus (64.). „Wenn dieser Ball reingeht, kann es nochmals eng werden. Doch so haben wir es gut zu Ende gespielt“, so Reitmaier.

Würzburg: Koob – Schömig, Drösler, Steinmetz, Ganzinger – Dees (89. Wasser), Götz – Schmidt, Istrefi, Hofmann (80. Mache) – Dan (77. Tahir). Tore: 0:1 Istrefi (27.), 1:1 Kießling (47.), 1:2 Hofmann (50.), 1:3 Istrefi (53.). Schiedsrichter: Freund (Perlesreut). Zuschauer: 320.

Quelle: MainPost Online, Jörg Rieger

Foto: FuPa.net

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