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27.02.2010
WFV kommt erfolgreich aus den Startlöchern

Mit einem 2:0-Arbeitssieg über den FC Trogen ist der WFV gut aus den Startlöchern im neuen Jahr gekommen - und mindestens bis zum morgigen Sonntag Tabellenführer.

Nein - ein Augenschmaus waren die 90 Minuten nicht unbedingt, aber das Ergebnis passt. Und auch das Zustandekommen, denn das 2:0 offenbarte einige Problemzonen einer ersatzgeschwächten Mannschaft, die deutlich machen, dass man jeden Akteur für den Saison-Endspurt benötigt. Der Sieg war am Ende verdient, hätte aber auch aufgrund einiger haarsträubender Abwehr-Szenen und einem erlahmenden Sturm in der zweiten Halbzeit durchaus in Gefahr geraten können.

Die erste Hälfte war sogar recht unterhaltsam anzuschauen. Frühzeitig übernahmen die Gastgeber das Ruder und schon nach drei Minuten musste Gästekeeper Udovcic bei einem freistehenden Drenkard-Schuss aus 14 Metern sein Können aufbieten. Kurz darauf schaufelte Schmieg die Kugel per Heber in den leeren Fünf-Meter-Raum, aber kein Blauer fand sich ein zur Vollstreckung. Ein Riedner-Schuss wurde knapp neben den Pfosten abgefälscht, bei der anschließenden Ecke verfehlte sein Kopfball um Haaresbreite das Torkreuz (13.). Die Gäste waren nahezu eingekesselt, wurden dann aber durch den WFV selbst gefährlich ins Spiel gebracht: ein Querschläger von Steinmetz fiel Wunderlich vor die Füße, dessen Alleingang war glücklicherweise bei Ralf Scherbaum zu Ende. Hochverdient und schön anzuschauen war der vorerst erlösende Führungstreffer durch Pascal Rausch, der ein Zuspiel von Bastian Götzfried mit der Brust annahm, Torwart Udovcic ausspielte und flach vollendete. Eine ganz dicke Chance zum Ausbau der Führung versiebte Pascal Stahl fünf Minuten vor der Pause, als er ganz frei die Kugel neben den linken Pfosten setzte.

Nach dem Wechsel war die Spielkontrolle bei den Gastgebern dahin, die Oberfranken konnten sich zunehmend befreien. Die dickste Ausgleichschance in der 64. Minute, nachdem ein verunglückter Torschuss von Florian Narr bei Martin Weiß gelandet war, der aber aus 11 Metern vollkommen unbedrängt jedoch überhastet das Leder neben den rechten Pfosten setzte. Ralf Scherbaum musste in den letzten zehn Minuten bei gefährlichen Schüssen von Murat Salioglu und seinem Namenskollegen Andreas Scherbaum beherzt eingreifen. Mitten in diese Schlussoffensive der Trogener dann das alles entscheidende 2:0, als eine Ecke über den ganzen Strafraum segelte, Steffen Krautschneider die Kugel scharf die Torlinie entlang zurück beförderte und Markus Lützler aus zwei Metern abstauben konnte. Eine dicke, versiebte Chance von Benjamin Kemmer in der 90. Minute wäre im Erfolgsfalle dem Ergebnis auch ungerecht geworden.

So waren alle WFV-Verantwortlichen froh, dass man überhaupt spielen konnte und nun gegenüber der Konkurrenz einen Punkt- und damit psychologischen Vorteil hat. 

Reinhard Peter

Der Würzburger FV spielte in folgender Aufstellung: Ralf Scherbaum, Bastian Götzfried, Markus Bauer, Christoph Buchholz, Christian Steinmetz, David Schmieg, Daniel Drenkard, Pascal Rausch, Markus Lützler (ab 89. Min. Benjamin Kemmer), Pascal Stahl (ab 76. Min. Stefan Reinhard) und Tobias Riedner (ab 63. Min. Steffen Krautschneider)

weitere Auswechselspieler: Jürgen Walther und ETW Stefan Kunze

Der 1. FC Trogen spielte in folgender Aufstellung: Adnan Udovcic, Rene Schildt (ab 73. Min. Murat Salioglu), Bernd Wunderlich (ab 46. Min. Fabian Dippold), Andreas Scherbaum, Torsten Drechsel, Tomas Bauer, Michael Guthke, Florian Narr, Nico Busse, Martin Weiß und Daniel Micklisch (ab 53. Min. Erwin Okraffka)

weitere Auswechselspieler: Michael Weiß, Rico Tippner und ETW Jürgen Lehmann

Tore: 1:0 Pascal Rausch (32. Min.), 2:0 Markus Lützler (88. Min.)

Schiedsrichter: Wolfgang Söder, TSV Ochenbruck

Gelbe Karten: Bastian Götzfried, Markus Bauer, Christoph Buchholz, Christian Steinmetz / Rene Schildt, Florian Narr, Daniel Micklisch, Fabian Dippold

Zuschauer: 366

Letzte Aktualisierung ( 27.02.2010 )
 
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